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lola montez

 
oder eine
Revolution in München
 Ausschnitt aus Kaulbachs Gemälde
kaulbach malt
lola montez
 Um Kaulbachs Portrait der Lola Montez spinnen sich mysteriöse Legenden. König Ludwig I. hatte das Gemälde für die Neue Pinakothek in Auftrag gegeben, aber nie angenommen. Ursprünglich soll es die Tänzerin „mit der Peitsche in der Hand, mit Schlangen umgürtet und mit entblößtem Halse das Schafott besteigend“ gezeigt haben. Doch lag der eigentliche Affront in der kühnen Wahl des Bildschemas. Das Gemälde erweist als eine unverhohlene Persiflage auf das offizielle Staatsporträt der bayerischen Könige. Eine Gegenüberstellung macht die Paralellen augenfällig.

Das Königsporträt erfüllte die Funktion eines hoheitlichen Zeichens. Es ist als ein konkretes Signum der Majestät, das heißt der monarchischen Würde zu verstehen. Jeder, der die Majestät beleidigt hatte, mußte vor diesem Bild niederknien, um dem König in effigie Abbitte zu leisten. Heinrich Heine berichtet: „Wie ich in der heutigen Zeitung gelesen, haben wieder drey Studenten in München vor dem Bilde des König Ludwigs niederknien und Abbitte thun müssen. Niederknien vor dem Bild eines Menschen, der noch dazu ein schlechter Poet ist!“.

Wenn Kaulbach die Bildformel auf sein Porträt der Lola Montez übertrug, dann kam das einer Majestätsbeleidigung gleich. Dem König muß die wagemutige Anspielung als allererstem aufgefallen sein. Deshalb hat er das Gemälde ignoriert.
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  ausführliche Beschreibung
kurze Biographie
Femme fatale
der Verehrer
die Tänzerin
die Spanierin
Lolas Fuß
13.11.1998 bis 28.02.1999
 Münchner Stadtmuseum
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