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lola montez

 
oder eine
Revolution in München
 Ausschnitt: Lola Montez als Spanierin
 
 Die Redewendung „Das kommt mir spanisch vor“ könnte in München entstanden sein: In der biedermeierlichen Residenzstadt wußte bald jeder, daß Lola Montez (1821-1861) gar keine Spanierin war. Nur ihr glühendster Verehrer hielt unbeirrt an einem Wunschbild fest, das seinen autokratischen Herrschaftsanspruch zunehmend aushöhlte und ihn zuletzt die Krone kostete. Das Verhältnis zwischen Ludwig I. König von Bayern und der irischen Hochstaplerin gilt als die spektakulärste Affäre des 19. Jahrhundert. Sie wird oft ein Trauerspiel genannt.

Die Ausstellung setzte auf die komödiantischen Aspekte der liaison dangereuse. In zwölf Sektionen wurde die Dramaturgie einer rundum kuriosen und bald grotesken Geschichte nachgezeichnet, in der sich die Protagonistin in immer neuen Rollen zu präsentieren wußte - als exotische Bolerotänzerin aus Sevilla, als peitschenschwingende Amazone und Femme fatale, um die sich Männer duellierten, als Favoritin der königlichen Schönheitsgalerie, als luxuriöse Salondame, als verschwenderische Mätresse des Königs und als in den bayerischen Adelsstand erhobene Gräfin von Landsfeld.

Schließlich war Lola Montez der katalytische Auslöser einer Revolution, die bürgerliche Reformvorstellungen in verfassungsmäßiges Recht umwandelte. Im Jahr 1848 wurde für ähnlich demokratische Zielsetzungen mit unterschiedlicher Vehemenz in ganz Europa gekämpft. In München nahm die aufständische Bewegung ein unblutiges und blitzschnelles Ende. Dort fand die Revolution im Fasching statt.
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 Allgemeine Infos zur Ausstellung
Kurzbiografie Lola Montez
Femme fatale
Der Verehrer
Die Tänzerin
Die Spanierin
Lolas Fuß
Kaulbach malt Lola Montez
13.11.1998 bis 28.02.1999
 Münchner Stadtmuseum
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