| | Im Oktober 1846 bemühte sich die Tänzerin Lola Montez um ein Engagement am Münchner Hof- und Nationaltheater. Sie war von der Intendanz bereits abgewiesen worden, als ihr König Ludwig persönlich einen Auftritt verschaffte. Das Publikum war von den wahrhaft känguruh-artigen Sprüngen der Schönen eher komisch berührt als hingerissen. Lola Montez hatte die Ausstrahlung und Appeal, als Tänzerin habe sie aber keinerlei Talent gehabt. Sie erregte Aufmerksamkeit, weil ihr Tanz eher einem Striptease glich. In Fachkreisen war das Münchner Debüt durchgefallen. Der Hoftänzer Laroche schrieb in sein Tagebuch: Lola Montez, eine spanische Tänzerin so schlecht, wie es keine zweite gibt, betrat unsere Bühne zweimal und wurde ausgezischt und gerufen. Sie trat von der Bühne ab, um im Privatleben eine Rolle zu spielen, von der ganz Bayern spricht.
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