![]() |
||
archivwagners welten17.10.03 bis 25.01.04Münchner Stadtmuseum | ||
![]() |
Wagners Welten nahm auf rund 2000 qm Fläche und mit über 600 Exponaten aus bedeutenden Museen des In- und Auslands sowie aus eigenen Beständen, Werk und Wirkung Richard Wagners zum Thema. Inbegriffen war die wichtige Rolle, die der Künstler, so in seiner sonderbaren Beziehung zu König Ludwig II, zu Lebzeiten und auch danach in der Stadt München spielte. Ein Schwerpunkt der Ausstellung waren die großen Opern, vom Fliegenden Holländer bis zu Parsifal in jeweils eigenen Stationen, in denen Musik stattfand. | ![]() |
![]() | Auch wenn sich ein äußerer Anlass nicht anbot, sehen wir von der Tatsache ab, dass München das 350jährige Bestehen seiner Oper feierte, stellt sich doch immer wieder vehement die Frage nach der Haltung zu Wagner. Die Ausstellung folgte dabei der »enthusiastischen Ambivalenz«, die Thomas Mann Zeit seines Lebens zur Musik Wagners eingenommen hat. Der Schriftsteller sah Wagner als »Schutzherr einer höhlenbärenmäßigen Deutschtümelei und Vertoner roher Biederkeit mißbraucht, während europäische Artisten und Dekadenten die ersten waren, die ihm zujubelten!« | ![]() |
![]() |
Thematisiert wurden zugleich Wagners spezifische Rollenspiele, hier der ruhmsüchtige Monomane und unerträgliche Antisemit, dort der revolutionäre Sozialist und Kulturutopist, der von der »klassenlosen, vom Luxus und vom Fluche des Goldes befreiten Gesellschaft« als Publikum seiner Kunst geträumt hat. | ![]() |
![]() |
Die dunklen Kapitel der »Wagner-Pflege«, Hitlers Rolle in Bayreuth und die schändliche Vertreibung Thomas Manns durch Münchens militante Wagnerianer wurden dokumentiert. Heine, Baudelaire, Liszt, Schopenhauer und Nietzsche schienen auf, wie auch die Namen Meyerbeer, Verdi, Mathilde Wesendonck und Cosima von Bülow, seine spätere Frau. Vorgeführt wurde eine überaus kontroverse Gestalt, das »wahrscheinlich größte Talent aller Kunstgeschichte«, von der Thomas Mann meinte, dass sie nicht unsterblich wäre, dafür aber ganz bestimmt das Werk. Blick in die Ausstellungsräume | |
![]() | Idee und Konzeption: Jürgen Kolbe Realisation: Norbert Götz, Max Oppel, Manfred Wegner Gestaltung: Michael Hoffer Katalog: mit Einführungstexten zu den einzelnen Ausstellungsstationen; zum Seitenanfang |
|