
Undatiert / 9 x 22 x 16 cm
Stadtgeschichtliche Ausstellungen beginnen in der Regel mit urzeitlichen Fossilien, keltischen Grabbeigaben oder römischen Scherben, mit Zeugnissen einer Vorgeschichte also, die im historischen Stadtgebiet von München nur spärlich zu finden sind. Im Jahr 2003 legten steinzeitliche Funde immerhin die Spur für einen Lagerplatz, der offenbar vor 4000 Jahren am Hochufer der Isar existierte. Die Besiedlung Münchens nimmt im Gegensatz zu älteren Vororten wie Pasing, Allach oder auch Sendling aber erst im 12. Jahrhundert genauere Konturen an. Sie wird mit den Besitzungen von Mönchen in Verbindung gebracht, über deren Wirken gleichwohl nichts bekannt ist. Als die alten Friedhöfe Münchens am Ende des 18. Jahrhunderts aufgelassen wurden, kamen einige Grabbeigaben zum Vorschein, die ein unbekannter Sammler aufbewahrt hat. Die Überreste einer Schuhsohle versah er mit dem Hinweis: "Von den Sandalen eines Mönchs aus der Augustiner-Gruft in München". Nicht ganz ernst gemeint könnte man von den einzig erhaltenen Zeugnissen des Münchner Urmönchs sprechen [lat. monachus monacensis monacensis].
weitere Themen im Moriskensaal
(Die Links verweisen auf ausgewählte Ausstellungsstücke)
Die Münchner Mönche - Die Gründung Münchens - Das Stadtwappen - Münchner Ziegel - Die Frauenkirche - Das Sandtnermodell - Moriskentänzer - Ratskeller und Silberschatz - Ritter und Turniere - Der Marienplatz - Das "deutsche Rom" und seine Wunder - Schäfflertanz - Metzgersprung - Münchner Rokoko - Das Zeughaus