
Öl auf Holz / 108,5 x 123,5 cm / 1935
Die Ansicht auf dem Gemälde ist als ein Fensterblick zu identifizieren. Es basiert auf Fotografien, die der Maler von seinem Zimmer aus aufnahm, als er sich 1932 im Haus Stiglmaierplatz 1 eingemietet hatte.
Wilhelm Heise (1892 – 1965) stammte wie der Graphiker Ludwig Hohlwein aus Wiesbaden und lebte seit 1918 in München. Während der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur lehrte Heise ab 1937 im ostpreußischen Königsberg. Von 1953 bis 1958 hatte er eine Professur an der Münchner Kunstakademie.
Heise vertrat eine künstlerische Richtung, die man als "Magischen Realismus" zu charakterisieren versucht hat. Die erzählerische Sachlichkeit gilt als Antwort auf die expressionistische Malerei, für die beispielhaft Ernst Ludwig Kirchner mit seiner motivisch erstaunlich ähnlichen, stilistisch aber völlig konträren Darstellung des Berliner Nollendorfplatzes von 1912 stehen kann.
weitere Themen im Monachiasaal
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