
181 x 110 x 45,5 cm
Zwischen 1940 und 1945 war München das Ziel von 73 Luftangriffen der alliierten Bomber-Einheiten. Schon vor Beginn des Zweiten Weltkriegs war die Bevölkerung kontinuierlich mit "Luftschutzwerbetagen" und dem Bau von Luftschutzbunkern auf die Kriegspolitik des Reichs vorbereitet worden. Im Jahr 1939 wurde dazu aufgerufen, Dachböden von Brandlasten zu räumen und Speicherabteile aufzulösen.
Zur akuten Schadensmeldung waren während der Bombardements Turmbeobachter eingesetzt, die ihre Informationen mit Kurbeltelefonen in den Befehlsbunker weiterleiteten. Solche Posten befanden sich unter anderem im Neuen Rathaus, in der Paulskirche und im Deutschen Museum. Die Luftschutzleitung saß im Kellermassiv der Salvatorbrauerei am Nockherberg.
Der Turmbeobachter im Neuen Rathaus hieß Hans Krahmer (1922 – 1990). Er hatte sich 1943 freiwillig für diesen Dienst gemeldet und wurde so zu einem Augenzeugen der Zerstörung von Münchens Innenstadt. Nach Kriegsende hatte er offensichtlich kein Interesse, an seinen alten Einsatzort zurückzukehren. Der Schrank mit der Winterkleidung und der gesamten Ausrüstung des Turmbeobachters stand sechzig Jahre lang unverrückt im Rathausturm, bis er zur Ausstellung "Der Krieg ist aus" 2005 ins Münchner Stadtmuseum gelangte.
weitere Themen im Monachiasaal
(Die Links verweisen auf ausgewählte Ausstellungsstücke)
Der Münchnerischste aller Münchner - Ein gewisser Brecht ..." - "Fremd ist der Fremde..." - "Trommeln in der Nacht"und andere Aspekte, die aus Feuchtwangers Roman "Erfolg" für die Darstellung der zwanziger Jahre abzuleiten sind] - Exil - "Hauptstadt der Bewegung"/München im Nationalsozialismus - Trümmerzeit - Brüche und Kontinuitäten